Hintergründe
Die Trasse Schweiz AG, kurz trasse.ch genannt, ist die unabhängige Stelle, welche in der Schweiz den Bahnen die Fahrplantrassen (kurz: Trasse) zuteilt.
Eine Trasse ist vergleichbar mit einem Slot in der Luftfahrt. Sie ist die Berechtigung,
- eine bestimmte Strecke des Bahnnetzes
- zu fix definierten Zeiten
- mit einem spezifischen Zug (Länge, Gewicht, Profil, Geschwindigkeit) zu befahren.
Insgesamt verkehren 20 verschiedene Bahnunternehmen regelmässig auf den Schienennetzen von SBB, BLS und der Südostbahn (SOB). Über 10 weitere Gesellschaften führen Sonderfahrten durch.
Warum wurde trasse.ch gegründet?
Das Landverkehrsabkommen mit der EU (Teil der bilateralen Verträge) schreibt vor, dass die Stelle, die Trassen vergibt, organisatorisch, rechtlich und in ihren Entscheidungen unabhängig sein muss. Vor der Gründung war die Schweizer Situation nicht kompatibel mit dem EU-Recht. Mit der Bahnreform 2 soll trasse.ch gesetzlich verankert werden.
Was macht trasse.ch?
trasse.ch
- betreut die Bahnunternehmen bei der Trassenbestellung,
- teilt die Trassen diskriminierungsfrei zu,
- überwacht die Erstellung der jährlichen Netzfahrpläne,
- genehmigt die Fahrplanentwürfe und
- analysiert überlastete Strecken.
Die elf Mitarbeitenden von trasse.ch erledigen diese Aufgaben unabhängig und behandeln alle Bahnunternehmen gleich.
Wie ist trasse.ch organisiert?
trasse.ch ist eine nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft. Ihre Eigentümer sind zu gleichen Teilen von je 25% die SBB, die BLS, die SOB und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV).
